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Großes Mausohr (Myotis myotis)

Das Große Mausohr (Myotis myotis) ist mit einer Größe von bis zu 8 cm und einer Flügelspannweite von 35-43 cm die größte Fledermausart in Deutschland. Seine langen und breiten Ohren erinnern an die einer Maus, was wohl zu seinem Namen führte.

Als Lebensraum bevorzugt das Große Mausohr hauptsächlich offenes Gelände, wie z.B. Wiesen, Felder und offenes Waldland. Des Weiteren fühlt es sich im Siedlungsbereich wohl. Hier schläft es von Mai bis September in Dachstühlen, Kirchtürmen oder unter Brücken. Den Rest des Jahres verbringt es unterirdisch z.B. in Kellern.
Die Weibchen sind sehr kontaktfreudig und so konnten schon Wochenstuben mit bis zu 2000 Tieren entdeckt werden. Männliche Mausohren sind dagegen Einzelgänger.

Im Naturpark konnte diese Fledermausart an verschiedenen Stellen nachgewiesen: am Breiteberg und Seidelsberg, im Mandautal und südwestlich von Oybin. Auch in Lückendorf und am Unterhang des Jonsberges konnte das Mausohr gefunden werden. Eine Besonderheit stellt Hainewalde dar, denn hier wurde eine Wochenstube entdeckt.

Nach BNatSchG ist das Große Mausohr streng geschützt und darf weder gefangen, getötet, verletzt oder gestört werden. Des Weiteren wurde es als eine von 4 Fledermausarten in den Anhang II der FFH-Richtlinie aufgenommen. In Sachsen zählt diese früher recht häufige Fledermaus zu den stark gefährdeten Arten.

Weitere Information finden Sie auf den Seiten des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Großes Mausohr (FFH-Art)

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