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Haselmaus (Muscardinus avellanarius)

Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) ist, wie der Name vielleicht vermuten lässt, keine Maus. Sie zählt zur Familie der Bilche (Schläfer). Das scheue Tier wird ca. 15 cm lang, wobei der buschige Schwanz die Hälfte ausmacht. Das Fell der Haselmaus ist gelbbräunlich bis rotbräunlich. Markant sind ihre schwarzen Knopfaugen.

Bild  mit freundlicher Genehmigung von Sven Büchner (Copyright)

Als Lebensraum bevorzugt der eifrige Kletterer Mischwälder mit einer gut entwickelten Strauchschicht. Die Hasel, der das Tier wohl seinen Namen verdankt, liebt sie dabei besonders.
Wie alle Bilche hält auch die Haselmaus Winterschlaf. Diesen hält sie in frostsicheren Verstecken wie Erdhöhlen oder Baumstümpfen. Ihre Schlafstätte im Sommer ist ein kleiner Kobel in einem Strauch.

Im Naturpark konnte die Haselmaus bereits an der Lausche, am Hochwald und Jonsberg, in Jonsdorf, sowie bei Eichgraben und Hainewalde gesichtet werden.

Nach BNatSchG ist sie streng geschützt. Des Weiteren ist sie im Anhang IV der FFH-Richtlinie aufgelistet und zählt in Sachsen zu den gefährdeten Arten. Wer durch einen glücklichen Zufall eine Haselmaus entdecken sollte, darf sich nicht von ihrem niedlicheren Äußeren dazu hinreißen lassen, sie in die Hand zu nehmen. Das wäre unnötiger Stress für das sensible Tier.

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